Podiumsdiskussion
Einladung:
 
"Pädagogische Architektur" - Podiumsdiskussion
am 11.10.07 in der Aula der Rheinschule Urfeld

Teilnehmer Podiumsdiskussion:
- Bernd Esser
- Sylvia Fröbel
- Matthias Iding
- Manfred Rothermund

Moderation: Simone Standl

Kurzvorträge:

M. Rothermund:
Herr Rothermund beschreibt den künftigen Standort der Schule als geografisches Zentrum Urfelds.
Bis Ende 2006 hatten alle Planungen für die Rheinschule auf einen Umbau des heutigen Gebäudes zur Offenen Ganztagsschule abgezielt - geplante Kosten: 600.000 EUR.
Im Frühjahr 2007 gab es überraschend viele Anmeldungen für das Schuljahr 2007/2008 sowie eine Prognose von anhaltend großen Anmeldezahlen, was für die nächsten Schuljahre dreizügige Jahrgänge bedeuten sowie einen erheblich umfangreicheren Umbau erforderlich machen würde - geschätzte Kosten: > 2 Mio. EUR.

Aus diesem Grund und anlässlich des Erwerbs des Nachbargrundstücks zur Urfelder Mehrzweckhalle beauftragte der Rat der Stadt die Verwaltung am 04.09.2007, dieses Grundstück als Standort eines Schulneubaus zu prüfen.
Die Kosten für den Bau einer neuen, zukunftsweisenden Schule werden auf ca. 5 Mio. EUR geschätzt.

M. Iding:
In seiner Präsentation erklärte Matthias Iding die Bedeutung Pädagogischer Architektur für die Kinder und Lehrer der Schule:
- Interaktion in und mit dem Gebäude
- Kindliche Orientierungsprozesse begleiten und unterstützen
- Mit den Augen der Kinder sehen.
o Wir lernen von den Schulkindern, in welchem Lebensumfeld sie am besten lernen können
o Die Bedürfnisse der Schulkinder an ihre Umgebung sind uns wichtig.
Besondere Bedeutung erhält diese Aufgabe dadurch, dass Schule sich im Laufe der letzten Jahrzehnte vom reinen Lernraum zum Lebensraum gewandelt hat; insbesondere beim Besuch der (Offenen) Ganztagsschule verbringt ein Kind einen Großteil seiner Zeit in der Schule - die damit nicht nur Lernstätte sondern auch Spielraum und Aktionsraum darstellt.

B. Esser:
Entsprechend dem Schulprogramm der Rheinschule ist das zentrale pädagogische Element die Menschlichkeit: das Kind steht im Mittelpunkt.
Das Gebäude kann dies begünstigen oder aber beeinträchtigen.


Weitere Fakten:
Das Grundstück für die neue Schule hat eine Größe von 15.000 qm, davon bebaubar:
7.500 qm.
Die Schule wird die Ideensammlungen (Schüler, Lehrer, Eltern) an die Stadt weiterleiten sowie an die am Wettbewerb beteiligten Architekten.
Herrn Esser wurde die Mitgliedschaft in der Jury für den Architekten-Wettbewerb in Aussicht gestellt.


Ideensammlung - was soll an der neuen Schule schöner sein?

Die Eltern wünschen

- einen Eingangsbereich
- einen großen Pausenhof
- einen überdachten Pausenhof
- verschiedene Bereiche (Ruhe, Aktion, Schulgarten u.v.m.)
- Forum
- Schülerpräsenzbibliothek
- Computer-Raum


Raumkonzept - Klassenraum:
Großer funktionaler Raum
Kleinere Gruppenräume
Großer Raum mit Arbeitsnischen
Raumgestaltung flexibel halten; je nach Anforderungen sollten die Möbel umgestellt werden können.
Multifunktionale Räume
Jeder Klassenraum soll mit Computern und Flachbildschirmen ausgestattet sein.
Räume sollen durch ihre Form (nicht-rechteckig) die Gestaltung von Nischen-Plätzen erlauben bzw. begünstigen.


Name der Schule:
Der Name "Rheinschule" muss "um jeden Preis" beibehalten werden. - Gewünscht wird, dass - durch eine architektonische Idee, Kunst am Bau o.ä. - ein Bezug zum Rhein hergestellt wird.

In der Diskussion wurde deutlich, dass die Rheinschule nicht nur ein wichtiger Ort für die gerade dort befindlichen Lehrer und Schüler ist sondern auch für einen Großteil der Urfelder Bevölkerung ein bedeutendes Stück ihrer eigenen Vergangenheit bedeutet.
Anliegen: Das Nachbargrundstück soll für die Allgemeinheit (insbesondere Kinder und Jugendliche) nutzbar gemacht werden. (Für das Schulgelände selbst ist das aus verschiedenen Gründen nicht möglich - u.a. wg. der langen Unterrichtszeiten an der OGS.)

Schulgelände:
Gestaltung eines anregenden, die Sinneswahrnehmung stärkenden Geländes (Erdhügel, Schulhof, Naturgarten)
Bauen unter ökologischen Aspekten

Architektur-Wettbewerb:
Welche Architekten können sich am Wettbewerb beteiligen?
Wie wird die Jury zusammengesetzt sein?

Nutzung der Halle:
Hier wurde kritisiert, dass Vor- und Nacharbeiten zu Veranstaltungen in der Halle zuviel Zeit kosten, während derer die Halle nicht für den Sportunterricht genutzt werden kann.

Herr Rothermund machte deutlich, dass die Halle als Mehrzweckhalle konzipiert wurde und gleichermaßen für die Vereine und deren Festivitäten sowie für den Sportunterricht der Schulkinder zu nutzen ist.
Wenn künftig diese Halle die einzige Halle für Sportunterricht darstellt, müssen Vorkehrungen getroffen werden, welche zu den Festen in der Halle eine kürzere Vor- und Nachbereitungszeit sicherstellen und die Ausfallzeiten für den Sportunterricht deutlich senken.

 
Hier können Sie sich die Präsentation des Architekten (Matthias Iding) anschauen:
 
Fotos von der Podiumsdiskussion:

Wünsche

Wünsche

der LehrerInnen

Wünsche

der BetreuerInnen